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Umstieg von Magento 1 auf Magento 2: So klappt die Migration!

Shopbetreiber aufgepasst! Der Softwarehersteller Magento wird den Support für Magento 1 im Juni 2020 einstellen. Eine baldige Migration von Magento 1 auf Magento 2 ist daher die beste Vorsorge, um auch weiterhin in der E-Commerce-Branche erfolgreich zu sein und sich vor Sicherheitslücken zu schützen.


Migration auf Magento 2 – wichtige Informationen


Die im Jahre 2008 erschienene Shop-Software Magento 1 wird künftig nicht mehr mit Updates versorgt. Daher raten wir Onlineshop-Betreiber/innen schnellstmöglich auf Magento 2.3 zu migrieren. Magento 2 ist bereits seit 2015 auf dem Markt und überzeugt mit vielfältigen Funktionen.

Das Support-Ende betrifft sowohl Magento Commerce 1.x, Magento Open Source 1 und ältere Magento-Commerce-2-Versionen.

Bei der Migration auf Magento 2 handelt es sich allerdings nicht um ein einfaches Update, sondern um ein Replatforming (Neustrukturierung). Dies hat zur Folge, dass der bestehende Shop komplett neu aufgebaut werden muss. Der Softwarehersteller Magento verspricht mit dem Data Migration Tool von Adobe zwar einen „einfachen“ Weg der Installation von Magento 1 auf Magento 2, jedoch müssen alle Erweiterungen und Anpassungen separat installiert oder neu programmiert werden.

Das von VARIO entwickelte ERP-System ist auf jegliche Anforderungen des E-Commerce spezialisiert. Mit der nahtlosen Integration des Magento-Shops steht einem langfristigen Unternehmenserfolg nichts im Wege. Damit das auch in Zukunft so bleibt, zeigen wir Ihnen, wie Sie bei der Migration von Magento 1 auf Magento 2 am besten vorgehen und welche Alternativen/Vorteile das Replatforming für Sie bereithält.


Fortschritt bedeutet Veränderung – Die Migration auf Magento 2 richtig vorbereiten


Die Migration auf Magento 2 bedeutet sowohl für KMU (kleine und mittelständische Unternehmen) als auch für große Unternehmen einen Aufwand, der am liebsten umgangen werden würde. Und obwohl das ein oder andere neue Feature von Magento 2.3 nicht jedes Unternehmen benötigten wird, ist es sinnvoll sich der Veränderung zu stellen, seinen derzeitigen Shop näher zu analysieren und sich eventuell nach Alternativen umzusehen.

1. Analyse des Online-Shops und der Zielgruppe


Zu Beginn der Umstellung sollten Sie Ihren Shop genau analysieren. Dazu gehört zum einen das Herausfinden bestimmter Schwachstellen, die im neuen Online-Shop vermieden werden können/sollten und zum anderen die genaue Analyse der eigenen Zielgruppe.

Finden Sie heraus, wie Ihr Shop genutzt wird, wie Kunden zu Ihrem Online-Shop gelangen, welche Ladenhüter vorhanden sind und warum manche Kunden ihren Kauf nicht abschließen (Klickpfade und Ausstiegsstellen).

Die eigene Zielgruppe zu kennen, ist für den Unternehmenserfolg immens wichtig. Das Replatforming bietet eine gute Gelegenheit, den eigenen Online-Shop kundenorientierter zu gestalten und die Erwartungen der Kunden vollumfänglich zu erfüllen. Um herauszufinden, was sich die eigene Zielgruppe wünscht, können beispielsweise standardisierte Fragebögen online verschickt oder persönliche Interviews geführt werden.

2. Technische Verbesserungen und neue Features gewinnbringend einsetzen


Nachdem sowohl der Online-Shop als auch die Zielgruppe auf Herz und Nieren analysiert wurden, sollten ausreichend viele Punkte zusammengekommen sein, die entweder erhalten bleiben sollen oder verbessert werden müssen.

Zunächst sollte eine Priorisierung der Punkte vorgenommen werden. Bei der Priorisierung zeigt der Business-Value den unternehmerischen Nutzen neuer und einzelner Funktionen an. Der Cost-of-Delay zeigt an, welche Kosten ein Feature verursacht, wenn es später als geplant live geht. Anhand neuer Features kann ein Unternehmen ein ganz bestimmtes Feature ins Zentrum des Shops stellen, um sich so von den Mitbewerbern abzuheben/abzugrenzen. Darüber hinaus können Sie vielleicht endlich neue Funktionen nutzen, die Sie schon länger benötigt haben, aber erst mit der Migration auf Magento 2 möglich sind.

3. Kollegen und Dienstleister einbeziehen


Ein Unternehmen ist nur so gut wie seine Mitarbeiter/innen. Daher ist es enorm wichtig, dass Mitarbeiter/innen, Kollegen/innen und Dienstleister bei dem Replatforming-Projekt mit einbezogen werden. Dies steigert nicht nur die Akzeptanz der Mitarbeiter/innen gegenüber dem neuen Shop, sondern motiviert darüber hinaus ungemein.

In der Regel ergibt es Sinn, wenn ein Team zusammengestellt wird, welches sich speziell um die Migration kümmert und alle involvierten Unternehmensbereiche wie Marketing, Vertrieb, Buchhaltung und Logistik regelmäßig über das Vorhaben und den Fortschritt der Migration informiert. Die unterschiedlichen Abteilungen eines Unternehmens zu involvieren ist deshalb so wichtig, da diese unter anderem frühzeitig auf notwendige Anpassungen und Optimierungen hinweisen können.

4. Gut und realistisch Planen


Eine gute Zeit-, Aufgaben- und Ressourcenplanung ist für den Projekterfolg elementar. Eine komplette Neustrukturierung des Shops kann inklusive Analyse-, Planungs- und Testphase gut und gerne auch mehr als sechs Monate dauern. Daher sollten Sie mit der Migration auf Magento 2 oder auf ein anderes Shopsystem, wie Shopware oder Shopify, schnellstmöglich starten.

Nicht zu vernachlässigen ist eine geeignete Markteinführungs- sowie Go-Live-Strategie. Nur so können Bestandskunden bestmöglich auf den neuen Onlineshop vorbereitet werden und neue Kunden akquiriert werden.

5. Datenmigration


Wichtige Daten aus Ihrem Magento 1-Shop sollten unbedingt überführt werden – planen Sie dafür genug Zeit ein. Die Erstellung eines Datenmigrationskonzepts kann bei der Datenmigration helfen, den nötigen Überblick zu bewahren. Wichtige Daten können unter anderem folgende sein:

  • Kunden-Accounts
  • Kundendaten
  • Produktinformationen
  • Gutscheine
  • Rabattcodes
  • Virtuelle Produkte
  • Download-Daten
  • Sämtliche Stammdaten

6. Effektive und effiziente Durchführung der Migration


Zunächst sollten geschäftskritische Features und wichtige Schnittstellen „umgezogen“ werden. Eine wichtige Rolle spielt hierbei auch die Anbindung Ihres Shops an Ihr ERP-System. Eine vorläufige prototypische Entwicklung gibt einem die Möglichkeit, die Umsetzung zu überprüfen, etwaige Risiken frühzeitig zu eliminieren und erforderliche Anpassungen umzusetzen.

Überfordern Sie Ihr Team nicht und informieren Sie dieses stets über den Projektablauf. Setzen Sie das Migrationsprojekt in kurzen und reflektierten Abschnitten effizient um.


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Fazit


Nutzer/innen von Magento 1 sollten schnellstmöglich handeln und entweder auf Magento 2 migrieren oder auf ein anderes Shopsystem umstellen. Ein Support-Ende geht immer mit einem erheblichen Sicherheitsrisiko einher – Umsatzeinbußen können die Folge sein.

Das EOL („End Of Live“) von Magento 1 wird sicherlich dazu führen, dass sich einige Online-Shop-Betreiber/innen nach Alternativen zu Magento umsehen werden. Mit Shopware, Magento und Shopify sind drei große und gute Shopsysteme auf dem Markt. Die Entscheidung aber obliegt Ihnen ganz allein.

Wir, die VARIO Software AG, stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

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Über den Autor
Marie-Sophie Schmidt
Das VARIO Redaktionsteam besteht aus Experten mit langjähriger Erfahrung in den Bereichen ERP und Handel sowie einem fundierten Wissen in den Bereichen Marketing und E-Commerce. Mit der nötigen Expertise stellen unsere Autoren Ihnen relevante und aktuelle Beiträge rund um die Themen ERP, Warenwirtschaft, Marketing und Handel zusammen.
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