Kosten rechnen auf Taschenrechner

Was kostet ein ERP-System?

Für die optimierte Ressourcenplanung ist ein geeignetes ERP-System unverzichtbar. Häufig sind ERP-Systeme modular aufgebaut. Ziel dabei ist es, eine ERP-Software anzubieten, welches sich optimal an den Bedarf Ihres Unternehmens anpasst.

ERP-Systeme können modular höchst unterschiedlich aufgebaut sein, sodass keine einheitliche Antwort auf die Höhe der Kosten gegeben werden kann. Gründe für die stark schwankenden Preise einer ERP-Lösung sind vielfältig. Beispielsweise werden sie durch die unterschiedlichen Anforderungen und Randbedingungen bei einzelnen Projekten beeinflusst. Dazu zählen unter anderem variable Installationsgrößen und der zu implementierende Leistungsumfang, der während der Einführung steigen kann.

Bei der Anschaffung eines ERP-Systems handelt es sich nicht immer um einen Kaufprozess. ERP-Systeme kann man kaufen, mieten oder leasen und auch SaaS-Lösungen werden auf dem Markt angeboten. Unterschiedlichste Faktoren beeinflussen somit den Preis.

Grundsätzlich kann zwischen ERP-Softwarekosten bzw. Lizenzkosten und den Gesamtkosten eines ERP-Projektes unterschieden werden. Hinzu kommen Kosten für die Wartungsarbeiten und/oder die Softwarepflege, sodass eine optimierte Nutzung der ERP-Lösung vonstattengehen kann. Manche Software-Anbieter rechnen transaktionsbasiert ab, das heißt z.B. pro Vorgang oder Beleg. Dahingehend sollten die Investitionen für einen längeren Zeitraum ermittelt werden, damit ein Vergleich von Angeboten auf einer fundierten Grundlage stattfinden kann.

Wie viel ein ERP-System kostet, richtet sich oftmals nach dem Umfang der abzudeckenden Geschäftsprozesse, für die ein Programmpaket benötigt wird. Die benötigten Module richten sich immer nach den Ansprüchen und dem Bedarf Ihres Unternehmens. Die Finanzbuchhaltung, das CRM, die Logistik und Lagerhaltung oder auch die Warenwirtschaft können Bestandteile dieses Programmpaketes sein. Zu den einzelnen Modulen müssen in der Regel User- oder Nutzerlizenzen erworben werden.


Überblick der Kostenfaktoren bei der Anschaffung eines ERP-Systems


Der Preis einer ERP-Lösung wird, wie bereits geschrieben, von mehreren Faktoren beeinflusst. Nachfolgend sehen Sie die wichtigsten Einflussfaktoren. Damit die Kosten für ein neues ERP-System weder über- noch unterschätzt werden, sollten sowohl externe als auch interne Kostenfaktoren berücksichtigt werden.


Externe Kostenfaktoren


Lizenzen und Module

Welche Module brauchen Sie für Ihr Unternehmen und wie viele User werden das System nutzen? Einige Ihrer Unternehmensprozesse können sicherlich mit Standard-Modulen abgedeckt werden. Für komplexere Unternehmensprozesse werden erweiterte Module benötigt, die zusätzliche Kosten generieren.

Die Einführung

Bei der Einführung wird ermittelt, welcher Branche Ihr Unternehmen angehört und welches Unternehmensmodell Sie betreiben. Die Kosten für die Einführung schwanken je nach Branche, Komplexität und Wissensstand sehr stark, sodass es schwer ist, eine einheitliche Grundlage für die Kosten eines ERP-Systems zu präsentieren.

Anpassungen

An einem ERP-System, welches optimal zu den Strukturen und Prozessen Ihres Unternehmens passt, müssen für gewöhnlich Anpassungen stattfinden. Der Anpassungsbedarf wird oft erst im Verlauf der Einführung deutlich. Aus diesem Grund lassen sich die Kosten gleich zu Beginn schwierig exakt einschätzen.

Vermehrt ist es empfehlenswert, Unternehmensprozesse zu überarbeiten und diese an das System anzupassen und nicht umgekehrt. Dies bedeutet zu Beginn eine bestimmte Umgewöhnung und Umstrukturierung, die zusätzlich Zeit in Anspruch nimmt. Dennoch können neue und optimierte Prozesse, zu einem effizienten Arbeiten führen, welches ohnehin von der Anschaffung eines neuen ERP-Systems erhofft wird. Darüber hinaus ist es in vielen Fällen kostengünstiger als die preislich intensiven Systemanpassungen.


Interne Kostenfaktoren und Ressourcen

Die internen Kostenfaktoren werden häufig außer Acht gelassen, obwohl sie durchaus eine tragende Rolle bei den Gesamtkosten spielen können. Interne Kostenfaktoren umfassen unter anderem einen Teil der Mitarbeiter, die anstatt ihrer eigentlichen Tätigkeit die Projektleitung des neuen ERP-Systems übernehmen. Darüber hinaus müssen künftige Nutzer der neuen ERP-Software geschult werden. Die Produktivität im Unternehmen kann in diesem Zeitraum unter Umständen abfallen. Interne Kosten sind schwer vorauszusehen und werden bei Anbietern von ERP-Systemen nicht mit einkalkuliert.

Wir empfehlen, Beratertage des Anbieters großzügig einzugeplanen, da sie häufig mehr Zeit in Anspruch nehmen als zu Beginn angenommen.


Fazit

Wie viel ein ERP-System kostet, können wir Ihnen nicht einheitlich beantworten. Es gibt zu viele Einflussfaktoren, als dass wir Ihnen eine allgemeingültige Antwort darauf geben könnten. Bei der Anschaffung einer neuen ERP-Lösung sollten Sie alle Einflussfaktoren berücksichtigen. Wir, die VARIO Software AG, beraten Sie in vollem Umfang und erstellen mit Ihnen zusammen eine ERP-Lösung, die zur Optimierung Ihrer Unternehmensprozesse führt.

Unser Tipp

Planen Sie bei der Anschaffung eines ERP-Systems einen Puffer für unerwartete Kosten mit ein. So vermeiden Sie Budget-Engpässe. Darüber hinaus sollten Sie gleich zu Beginn Ihren Kostenrahmen mitteilen und eine professionelle Projektplanung innerhalb Ihres Unternehmens anstoßen.

Bloginfo

11. Juni 2019

Marie-Sophie Schmidt