Fördermöglichkeiten bei der Digitalisierung

Förderungen für Digitalisierung führen zu nachhaltigem Unternehmenserfolg

Die zunehmende Digitalisierung ist derzeit eines der größten Themen in der Wirtschaft. Insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) birgt die digitalen Transformationen eine große Hürde. Dennoch sollen auch KMU in Deutschland die Chancen der Digitalisierung nutzen und sich im Wettbewerb nachhaltig behaupten können. Für die optimale Transformation ist es unabdingbar, die Digitalisierung in alle Geschäftsprozesse eines Unternehmens einzubinden.

Damit auch kleinere und mittlere Unternehmen sowie das Handwerk die Möglichkeit haben, sich digital aufzustellen, bieten Bund und Länder diverse Möglichkeiten zur Optimierung ihrer Geschäftsprozesse an. Folglich soll auch der Mittelstand finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt bekommen, um den Datenfluss im Unternehmen elektronisch zu vernetzen, beispielsweise mit Hilfe eines ERP-Systems.

Bund und Länder unterstützen Unternehmen finanziell bei der Anschaffung von moderner Hard- und Software. Darüber hinaus fördern sie professionelle Beratungen für eine optimale Digitalisierungsstrategie.

Digitalisierungsförderung des Bundes

Auf Bundesebene gibt es das Förderprogramm „unternehmensWert: Mensch plus“ sowie die „go-Digital“ Förderung.

unternehmensWert: Mensch plus

Bei diesem Förderprogramm werden Prozessberatungen zur Digitalisierung gefördert. Optimale Lösungen zur digitalen Transformation werden innerhalb dieses Programms gemeinschaftlich ausgearbeitet und ein innovatives Arbeitskonzept erprobt. Lern- und Experimentierräume werden erstellt und sollen Unternehmen unterstützen, neue Geschäftsfelder durch die Digitalisierung zu entdecken.

Antrags- und förderberechtigt sind ausschließlich kleine und mittlere Unternehmen.

go-Digital

Das Förderprogramm „go-Digital“ unterteilt sich in drei Förderschwerpunkte: „Digitalisierte Geschäftsprozesse“, „Digitale Markterschließung“ und „IT-Sicherheit“. Ziel bei „go-Digital“ ist, Unternehmen bei der Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse beratend zur Seite zu stehen.

„go-Digital“ richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen sowie Handwerksbetriebe mit weniger als 100 Mitarbeitern. Der Jahresumsatz oder die Jahresbilanzsumme des Vorjahres darf den Betrag von 20 Millionen Euro nicht überschreiten. Darüber hinaus muss die Niederlassung des Unternehmens in Deutschland sein und die Förderfähigkeit nach der De-minimis-Verordnung erfüllt sein. Die Höhe der Förderung liegt bei einem Fördersatz von 50%. Der Beratertagessatz von 1.100,00 Euro darf dabei nicht überschritten werden. Gefördert werden maximal 30 Tage innerhalb eines halben Jahres.

Damit eine fachlich fundierte Beratung stattfinden kann, hat der Bund Kriterien für eine Autorisierung von Beratungsunternehmen festgelegt. Darunter fallen unter anderem die fachliche Expertise, die Sicherheit einer wettbewerbsneutralen Beratung und die Erfüllung gewisser Qualitätsstandards.

Digitalisierungsförderung der Länder

Die Digitalisierungsförderung auf Länderebene ist etwas vielfältiger als auf Bundesebene. Richtlinien und Förderumfang variieren zudem von Bundesland zu Bundesland. Die Förderprogramme auf Landesebene bezuschussen zum Teil die Anschaffung von moderner Hard- und Software und bieten ebenfalls Unterstützung in Form von Beratungen an. Annähernd jedes Förderprogramm richtet sich ausschließlich an kleine und mittlere Unternehmen.

Nachfolgend erhalten Sie einen kleinen Überblick einiger Förderprogramme.

Baden-Württemberg

  • „Digitalisierungsprämie“: Hierbei handelt es sich um ein Förderdarlehen mit Tilgungszuschuss. Gefördert wird die Digitalisierung von Produktion, Produkten, Dienstleistungen, Strategie und Organisation. Antragsberechtigt sind Unternehmen mit maximal 100 Mitarbeitern.
  • „Innovationsgutschein A und B“: Gefördert wird die qualitative Verbesserung bestehender Arbeitsprozesse.
  • „Innovationsgutschein Hightech Digital“: Gefördert werden digitale Produktentwicklungen und Dienstleistungen.

Bayern

  • „Digitalbonus“: Der Bonus unterstützt kleine und mittlere Unternehmen. Gefördert wird die Einführung von Hard- und Software.
  • „Start? Zuschuss!“: Das Programm richtet sich an technologieorientierte Unternehmensgründungen im Bereich Digitalisierung.

Rheinland-Pfalz

  • „Beratungsprogramm für den Mittelstand“: Das Programm unterstützt durch Bezuschussung von Beratungsdienstleistungen.
  • „Innovationskredit RLP“: Gefördert werden Investitionen und Betriebsmittel.

Nordrhein-Westfalen

  • „Mittelstand.innovativ – Innovationsgutschein Digitalisierung“: Gefördert werden Analysen bezüglich der Einführung von digitalen Technologien und Prozessen.
  • „NRW.SeedCap Digitale Wirtschaft“: Gefördert wird die Entwicklung digitaler Infrastruktur, Software und Medien.
  • „NRW.BANK.Digitalisierungskredit“: Unterstützt werden Digitalisierungsmaßnahmen, mit einem zinsgünstigen Darlehen.
Das auf Sie zutreffende Bundesland haben wir nicht aufgeführt? Auf der Internetseite „Institut für Digitale Transformation“ sind die Förderprogramme aller Bundesländer verzeichnet.


Fördermöglichkeiten nutzen


Damit Sie sich nachhaltig am Markt behaupten können, ist die Digitalisierung und die damit verbundene Optimierung Ihrer Unternehmensprozesse notwendig. Nutzen Sie die angebotenen Förderprogramme.
Bloginfo

14. Juni 2019

Marie-Sophie Schmidt

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