Onlinezahlung

Diese Zahlungsarten braucht jeder Online-Shop

PayPal, Rechnung oder doch lieber Lastschrift? Es gibt viele Zahlungsarten im E-Commerce, aber welche Zahlungsarten sollten Sie als Online-Händler/in anbieten und welche Zahlungsarten werden bevorzugt verwendet?


Die umsatzstärksten Zahlungsmethoden


Die beliebtesten Zahlungsmethoden sind nicht zwangsläufig die umsatzstärksten, dennoch ist ein Zusammenhang erkennbar.

Nach wie vor zahlen Kunden ihre Rechnung am liebsten erst nach Erhalt der Ware. Das geht aus der Studie „Online-Payment 2019“ des deutschen Handelsforschungsinstituts EHI hervor. Der Rechnungskauf im E-Commerce verliert beim Umsatzanteil zwar wenige Prozentpunkte im Vergleich zu den Vorjahreswerten, ist und bleibt allerdings die umsatzstärkste Zahlungsart im deutschen Onlinehandel. Per Rechnungskauf werden 27,9 Prozent aller Bestellungen im E-Commerce getätigt. Damit liegt die Zahlungsart weiterhin vor PayPal und dem Lastschriftverfahren. Der Online-Bezahldienst PayPal mit 20,5% und das Lastschriftverfahren mit 19,7% belegen die Ränge zwei und drei der beliebtesten und umsatzstärksten Zahlungsarten im E-Commerce. Nur jeder zehnte Kunde bezahlt seine Ware per Kreditkarte.

Bei den Zahlungsarten per Kreditkarte, Lastschrift und Rechnungskauf sind im Vergleich zu den Vorjahren Umsatzeinbußen zu verzeichnen. Lediglich PayPal konnte seinen Markanteil steigern.


Zahlungsarten sind maßgeblich für Ihren Erfolg im E-Commerce


Nicht selten führen fehlende Zahlungsarten zu Kaufabbrüchen. Aus diesem Grund ist es immens wichtig die richtigen Bezahlmöglichkeiten im E-Commerce anzubieten.

Durch die quantitative Erhöhung der Zahlungsarten können Sie bereits den Umsatz Ihres Online-Shops erhöhen. Darüber hinaus ist die Kundenakzeptanz gegenüber der angebotenen Zahlungsmethoden zu berücksichtigen. Auch wenn eine Zahlungsart für Sie als Shop-Betreiber/in vorteilhaft erscheint (risikoarm, kostengünstig), kann sich diese bei fehlender Kundenakzeptanz als Fehlinvestition herausstellen.

Sechs Zahlungsarten, mit hoher Kundenakzeptanz:
  • Rechnungskauf
  • PayPal
  • Lastschrift
  • Kreditkarte
  • Direktzahlung per Bankkonto
  • Nachnahme
  • Ratenzahlung
  • Vorkasse
Tipp: Vernachlässigen Sie bei der Auswahl der Zahlungsarten nicht die Bedürfnisse Ihres Unternehmens. Achten Sie zusätzlich zur Kundenakzeptanz auf Ihre eigene Sicherheit und Risikominimierung.


Die wichtigsten Zahlungsarten für B2B-Kunden


Für Geschäftskunden gilt grundsätzlich das Gleiche, wie für Privatkunden: Der Kaufvorgang soll möglichst sicher und komfortabel verlaufen. Dafür sollten stets mehrere Bezahlmöglichkeiten angeboten werden. Folgende Zahlungsmöglichkeiten werden von B2B-Kunden vermehrt in Anspruch genommen:

  1. Rechnung: Die Zahlung per Rechnung ist sowohl für Privatkunden als auch für Geschäftskunden eine der bevorzugten Zahlungsmöglichkeiten. Ein Risiko besteht für den Käufer nicht. Erst nach Erhalt der Ware tätigt der Käufer die Zahlung. Da das Risiko bei der Zahlung per Rechnung beim Verkäufer liegt, muss auch hier ein Vertrauensverhältnis zwischen Käufer und Shopbetreiber/in bestehen.
  2. Vorkasse: Für Händler, die auf einen zeitnahen Zahlungseingang angewiesen sind, ist die Bezahlmöglichkeit per Vorkasse von Vorteil. Besonders bei Bestellungen mit hohen Beträgen, muss der Verkäufer nicht in Vorleistung treten. Allerdings liegt bei dieser Zahlungsart das Risiko allein beim Käufer. Dieser wird nur bei besonderem Vertrauensverhältnis die Zahlungsart per Vorkasse akzeptieren.
  3. PayPal: PayPal ist für beide Seiten äußerst praktisch. Der Kunde muss sich lediglich in seinem PayPal-Konto einloggen. Dort sind all seine Bankdaten hinterlegt. Online-Händler bekommen das Geld direkt von PayPal überwiesen. Allerdings gehört diese Bezahlmöglichkeit noch nicht zu den beliebtesten.
Fest steht, dass der Kauf auf Rechnung im Geschäftskundenbereich weiterhin dominiert.


Welche Zahlungsart ist die richtige für Ihren Online-Shop?


Bei der Entscheidung, welche Zahlungsarten die Richtigen für Ihren Online-Shop sind, sollten Sie immer Ihre Zielgruppe im Blick haben.

Besteht Ihre Zielgruppe überwiegend aus älteren Personen, sollten Sie die Zahlung per Rechnung, Nachnahme und Kreditkarte in jedem Fall anbieten. Bei einer jüngeren Zielgruppe sind die Bezahlarten per PayPal oder Direktüberweisung empfehlenswert. Gründe dafür sind vielfältig. Ältere Konsumenten haben vermehrt Bedenken beim Datenschutz. Jüngere Konsumenten hingegen legen verstärkt viel Wert auf Schnelligkeit.

Aber auch die Preise der angebotenen Produkte haben Einfluss auf die Zahlungsarten. Bei einem hohen Wert greifen Kunden vermehrt zu klassischen Bezahlverfahren wie Rechnungskauf, Kreditkarte oder Ratenzahlung.

Die verwendete Shop-Software und die Herkunft Ihrer Kunden sind weitere wichtige Einflussfaktoren.

Einige Zahlungsvarianten können eventuell aus technischer Sicht nicht ohne Weiteres in Ihr Shop-System integriert werden oder bedeuten einen höheren Integrationsaufwand. Dieser kann wiederrum mit höheren Kosten für Sie verbunden sein.

Die Herkunft Ihrer Kunden ist ebenfalls ein wichtiges Kriterium. Wohingegen in Deutschland die Kreditkarte nur Rang vier erreicht, erfreut sich diese Zahlungsart außerhalb des deutschsprachigen Raums großer Beliebtheit.


Fazit


Zahlungsarten sind ausschlaggebend für den Umsatz, den Sie in Ihrem Online-Shop generieren. Aus diesem Grund sollten bereits kleinere Online-Shops mindestens drei Bezahlmethoden anbieten. Wägen Sie in jedem Fall Kosten und Nutzen ab und entscheiden Sie sich dann für die richtigen Zahlungsarten. Behalten Sie dabei stets alle wichtigen Einflussfaktoren im Auge und stellen Sie sicher, dass Ihre Kunden auch im letzten Schritt der Bestellung zufrieden sind.

B2B-Kunden bevorzugen in der Regel die klassischen Zahlungsarten wie Vorkasse und Rechnungskauf, dennoch wird auch in diesem Bereich die Zahlung per PayPal immer interessanter.
Bloginfo

2. Juli 2019

Marie-Sophie Schmidt

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