Globalisierung - Definition sowie Pro und Contra

Durch die Globalisierung gehen Handelskriege, Finanzkrisen, Flüchtlingskrisen und Klimakrisen uns alle etwas an. Aber warum ist das so und welche positiven Eigenschaften hält die Globalisierung für uns bereit?

Welche Gedanken haben Sie bei dem Wort „Globalisierung“? Nicht selten eilt der Globalisierung ein schlechter Ruf nach. Oft wird sie mit dem Klimawandel, Terror und vorhandenen Krisen verbunden.


Doch was steckt tatsächlich hinter der Globalisierung und inwieweit profitiert die Weltbevölkerung von ihr?


Die Globalisierung ist die Vernetzung aller uns bekannten Bereiche über bestehende Grenzen hinweg. Globalisierung war und ist nicht von heute auf morgen entstanden. Vielmehr handelt es sich hierbei um einen Prozess.

Dieser Prozess bewirkt heutzutage, dass ein bestimmtes Ereignis aus einem Teil der Welt auch die Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Kultur in anderen Teilen der Welt berührt.


Was ist Globalisierung? - Eine Definition.


Der Begriff „Globalisierung“ leitet sich von „global“ ab und bezeichnet im Grunde genommen den gesamten Erdball betreffend. Wenn wir heute von global, international oder grenzüberschreitend sprechen, bezeichnen wir damit in der Regel den Handel und Austausch über staatliche Grenzen hinweg.

Ab Mitte des 20. Jahrhunderts wurde der Begriff „Globalisierung“ zunehmend verwendet, um die Expansion des weltweiten Warenhandels zu beschreiben. Im allgemeinen Sprachgebrauch hat sich der Begriff der Globalisierung erst nach 1990 etabliert, um die weltweite Vernetzung durch neue Beziehungen zwischen Menschen, Gesellschaften und Ländern zu beschreiben.
Grafik Globalisierung
Die Globalisierung ist nach wie vor ein offener Prozess, welcher neue Entwicklungschancen aber auch neue Herausforderungen entstehen lässt. Die derzeitige Situation braucht nach wie vor Orientierungsmaßstäbe und faire Regeln – denn die heutige Vernetzung und Interkation von Kulturen, Wissen und Wirtschaftsströmen verändert sich unaufhaltsam und folgt keinem Beispiel.

Neben dem Austausch von Gütern, Wissen und Kapital, resultieren aus der Globalisierung ebenso neue Konflikte. Sowohl regionale als auch globale Herausforderungen fordern zunehmend einen internationalen Lösungsansatz. Dies führt auf nationaler Ebene immer wieder zu Verunsicherungen. Darüber hinaus haben einige Teile der Welt mit Ausgrenzung und großen Entbehrungen zu kämpfen. Die ökonomische Globalisierung bedroht die Nachhaltigkeit der Umwelt und immer wieder auch die kulturelle Vielfalt. Diese Tatsache sollte bei all den positiven Effekten der Globalisierung nicht unberücksichtigt werden.


In welchem Zusammenhang steht der Freihandel mit der Globalisierung?


Der Freihandel ist einer der zentralen Begriffe innerhalb einer Globalisierungsdebatte. Freier Handel erlaubt den Handel von Waren und Dienstleistungen ohne Einschränkungen über Ländergrenzen hinweg. Produkte wie Kleider und Nahrungsmittel werden inzwischen von weit entfernten Ländern importiert und/oder in weit entfernte Länder exportiert.

In der Praxis schließen unterschiedliche Staaten Freihandelsabkommen oder weitere Formen wie beispielsweise eine Freihandelszone, eine Zollunion oder Wirtschafts- und Währungsunion. Der internationale Handel soll durch die genannten Abkommen weder durch Zölle, Kontingente oder andere außenwirtschaftliche Instrumente behindert werden.


Welche Merkmale sind typisch für die Globalisierung?


Die Globalisierung wird von vielen Merkmalen begleitet. Zu den wesentlichen Merkmalen der Globalisierung gehören:
  • Die Liberalisierung des internationalen Handels
  • Die immense Zunahme des internationalen Handels
  • Die Zunahme ausländischer Direktinvestitionen
  • Grenzüberschreitende Finanzströme
  • Transnationale Unternehmensstrukturen (Textilindustrie, Halbleiterindustrie, u.v.m.)
  • Globale Märkte
  • Der Austausch von Informationen (Know-How/Wissen, Ideen, etc.)

Welchen Einfluss hat die Globalisierung auf die Finanzmärkte?


Der weltweite Handel mit Aktien, Anleihen, Finanzderivaten und anderen Finanzprodukten hat in den letzten drei Jahrzehnten drastisch zugenommen. Die Bedeutung der Finanzmärkte hat sich daher ebenso stark erhöht.

Gut funktionierende Finanzmärkte beschleunigen die Globalisierung in hohem Maße. Fehlfunktionen der Finanzmärkte können dagegen zu schweren globalen Krisen führen – siehe globale Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009.


Was sind Global Player?


Unternehmen und Konzerne, die auf der ganzen Welt produzieren und weltweiten Handel betreiben, werden als „Global Player“ bezeichnet. Unternehmen wie Amazon, Nestlé, Apple, Mercedes, Google, Aldi und viele weitere bekannte Unternehmen zählen zu Global Playern.

Global Player nutzen für die Produktion ihrer Güter zum Teil niedrige Lohn- und Produktionskosten der Entwicklungsländer, um in anderen Teilen der Welt (bspw. Europa) höhere Gewinne erzielen zu können.


Welchen Anteil hat Deutschland an der Globalisierung?


Deutschland der Exportweltmeister – obwohl der Titel des Exportweltmeisters im Jahre 2009 an China übergeben wurde und Deutschland seit 2010 konstant hinter China und USA an dritter Stelle steht, gehört Deutschland nach wie vor zu den wichtigsten Export- und Importnationen der Welt.

Trotz der im weltweiten Vergleich geringen Weltbevölkerung Deutschlands, ist der Anteil der Deutschen am Welthandel exorbitant groß. Laut BPB hängt sogar jeder vierte Arbeitsplatz in Deutschland vom Export ab.

Aufgrund der Rohstoffknappheit Deutschlands, ist Deutschland auf Importe aus dem Ausland angewiesen. Dies macht sich vor allem im Energiebereich bemerkbar.

Trotz der hohen Importe liegen die Exporte in Deutschland weit vorne, sodass von 2014-2018 neue Rekordüberschüsse in der Handelsbilanz erzielt wurden.


Was sind MNU?


Multinationale Unternehmen, kurz MNU, gehören zu den zentralen Akteuren der Globalisierung und können gleichzeitig als treibende Kraft angesehen werden.

MNU besitzen organisatorische, technische und finanzielle Ressourcen, mit der sie ihre Marktmacht immer weiter ausbauen können. Zu den MNU gehören unter anderem Unternehmen wie Apple, Toyota, Volkswagen, Royal Dutch Shell oder auch Microsoft.


Vorteile der Globalisierung


Die Globalisierung bringt eine Reihe an Vorteilen mit sich. Dazu zählen unter anderem:
  • Umfangreiches Warenangebot
  • Sinkende Preise
  • Hohe Mobilität von Gütern und Personen
  • Globale Zusammenarbeit
  • Angleichung der Kulturen
  • Steigender Wohlstand (vor allem von Industrie- und Schwellenländern)
  • Weltweite Verbreitung von Demokratie und Menschenrechten
  • Entstehung neuer Arbeitsplätze
  • Exponentieller Anstieg technischen Fortschritts
  • Anstieg der Wirtschaftsleistung
  • Austausch von Wissen
  • Arbeitsteilung – „jeder tut das, was er am besten kann“

Nachteile der Globalisierung


Nicht ohne Grund gerät die Globalisierung in die Kritik. Folgende Nachteile der Globalisierung sind nicht zu unterschätzen:
  • Verschärfter Wettbewerb
  • Umweltbelastung
  • Erhöhung der globalen Kriminalität
  • Immense Dominanz der Industrienationen
  • Weltweite Verflechtung verstärkt Probleme und Krisen
  • Negative Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt
  • Ungerechte Verteilung des Wohlstands


Es ist unbedingt erforderlich, vorhandene Ungleichheiten, die mit der Globalisierung einhergehen, zu beheben. Erst dann können wirklich alle von den internationalen Verflechtungen profitieren. Darüber hinaus müssen Wege und Mittel gefunden werden, Globalisierung zu betreiben ohne die Umwelt in Mitleidenschaft zu ziehen.




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