E-Business - Definition

Unter E-Business (Electronic Business oder eBusiness) versteht man die Nutzung digitaler Informationstechnologien zum Zweck der Geschäftsprozessoptimierung in den Phasen der Vorbereitung, der Verhandlung und der Durchführung. Unternehmen können also einen Großteil ihrer Geschäftsprozesse über das Internet abwickeln, wie zum Beispiel Vertrieb, Einkauf, Marketing oder den Kundenservice.

Die zentralen Bausteine von E-Business sind demnach Information, Kommunikation und Transaktion und diese werden über die digitalen Netzwerke transferiert oder abgewickelt – was dem Ziel dient, Abläufe im Handel weitgehend automatisiert ablaufen zu lassen, was wiederum einen elektronischen Mehrwert generiert.

Das E-Business wird oftmals mit E-Commerce verwechselt. E-Business ist ein weitgefächerter Oberbegriff, während E-Commerce einen Teilbereich des E-Business bezeichnet. Unter E-Commerce versteht man speziell den Handel mit Produkten und Dienstleistungen im Internet.


Kernbereiche des E-Business


  • E-Procurement – die elektronische Beschaffung von Produkten und Dienstleistungen - Senkung der Kosten und des Aufwandes
  • E-Shop – der elektronische Verkauf von Dienstleistungen und Produkten (Onlineshops)
  • E-Marketplace – der Handel über die digitalen Marktplätze als Bindeglied zwischen Angebot und Nachfrage von Produkten und Dienstleistungen (Amazon, eBay, …)
  • E-Community – die elektronischen Kontaktnetzwerke, z. B. Unterstützung von Daten- und Wissensaustausch
  • E-Company – die elektronische Unternehmenskooperation - Verknüpfung einzelner Unternehmensleistungen
Grafik Kernbereiche des E-Business


Merkmale des E-Business


Um in Gänze das Konzept des E-Business nachvollziehen zu können, müssen die Zusammenhänge zwischen E-Business zur Net Economy erkannt werden und man sollte wissen, wer ein typischer Marktteilnehmer im E-Business ist.

Net Economy – die moderne Netzökonomie – bestimmt den Umfang des E-Business durch ihre gegebenen technologischen Möglichkeiten, d. h. für die Umsetzung von Informations-, Kommunikations- und Transaktionsprozesse über verschiedene Plattformen hinweg werden wirtschaftliche Bereiche elektronischer Datennetze genutzt.

Mit Voranschreiten der Digitalisierung zu Beginn der 90er Jahre führte dies nicht nur zu einem strukturellen Wandel in der Gesellschaft, sondern auch auf wirtschaftlicher Seite verschob sich der Schwerpunkt langsam in den Informationsbereich. Durch die konsequente Nutzung diverser Technologien mit dem Ziel, Informationen zu sammeln und entsprechend zu verwenden, entstand eine Wettbewerbsfähigkeit durch Wissensvorsprung.

Wer sind die Marktteilnehmer im E-Business?


Eine Transaktion kann zwischen mehreren Marktteilnehmern stattfinden: zwischen Konsumenten und Unternehmen, verschiedenen Privatpersonen, Organisationen, Öffentlichen Verwaltungen etc.

In der Regel unterteilt man die verschiedenen Marktteilnehmer in drei Gruppen:
  • Gruppe 1: Business (B): Unternehmen
  • Gruppe 2:Consumer/Citizen (C): Konsumenten und Bürger*innen
  • Gruppe 3:Administration (A): Öffentliche Verwaltungen und andere Organisationen
Selbstverständlich können alle drei Gruppen sowohl Leistungen anbieten als auch als Abnehmer am Markt fungieren. Dadurch besteht die Möglichkeit von neun verschiedenen Verbindungen, z. B. B2B (Business to Business) oder B2C (Business to Consumer).

Die Aufgaben des E-Business


Die wesentlichste Funktion des E-Business ist die Erzeugung eines elektronischen Mehrwerts. Im Speziellen wird hier zwischen folgenden Werten unterschieden:
  • Strukturierungswert: Das online gestellte Angebot ermöglicht einen Einblick in eine Unzahl von Informationen.
  • Selektionswert: Das online gestellte Angebot stellt auf Wunsch den Zugriff auf entsprechende Datenbankinformationen bereit.
  • Matching-Wert: Das online gestellte Angebot macht es möglich, Fragen und Wünsche von Anbietern und Abnehmern erfolgreich zusammenzuführen.
  • Transaktionswert: Ein online gestelltes Angebot gestaltet ein Geschäft Erfolg versprechend.
  • Abstimmungswert: Ein online gestelltes Angebot gestattet es verschiedenen Anbietern, ihr Leistungsspektrum besser miteinander zu verbinden.
  • Kommunikationswert: Ein online gestelltes Angebot erhöht den Informationsaustausch zwischen verschiedenen Abnehmern.
Durch die Auswahl von Werteaktivitäten – wie oben beschrieben - erreicht man am Ende ein digitales Informationsprodukt. Um das zu erreichen, entscheidet sich ein Unternehmen für verschiedene aber zu ihm passendes Wertemodelle. Es kann sich hierbei um eine Sammlung, um eine Strukturierung oder um Verteilung von Informationen handeln, z. B. einen Blog, ein EDV-Produkt, eine Website.

Dieser Prozess beschreibt folgende Schritte:
  • Sammlung von Informationen - Zur Identifizierung entsprechender Daten für das jeweilige Informationsprodukt muss eine Vielzahl an Informationen gesammelt werden
  • Verarbeitung der Informationen - Die zusammengestellten Informationen müssen verarbeitet werden, um diese entsprechend in ein Informationsprodukt zu übertragen
  • Übertragung des Informationsprodukts - Das aufbereitete Informationsprodukt wird an den Abnehmer transferiert
Da Informationen nicht dauerhaft sind und ständig aktualisiert werden müssen, kann es unter Umständen zu einer Wiederholung dieses Prozesses kommen.


Die Vorteile des E-Business


Das Unternehmen profitiert vom E-Business insbesondere in der Einsparung von Arbeitszeit und Kosten. Geschäftsprozesse werden beim E- Business vereinfacht und der Informationsaustausch verbessert. Einsatzbereiche/Tätigkeiten, die bisher durch Mitarbeiter – also manuell - durchgeführt werden mussten, können durch E-Business-Anwendungen voll- oder teilautomatisiert werden.

Durch den Versand von Informationen, Rechnungen und Dokumenten per E-Mail statt per Post lassen sich zum einen die Portokosten erheblich senken, außerdem wird zum anderen gleichzeitig der Umweltgedanke unterstützt.


Vertrieb und Zahlungsverkehr im E-Business


Wenn die Transaktion von Vertrieb und Verkauf eines Unternehmens ausschließlich über das E-Business – also das Internet – läuft, dann nennt man das E-Commerce. Hier werden Informationsprodukte wie Onlineshops oder Websites durch Anbieter/Business erschlossen. Abnehmer/Consumer haben die Möglichkeit, in einem virtuellen Katalog Produkte auszuwählen, die durch Bilder und entsprechende Beschreibungen definiert werden. Der Abnehmer „legt“ das entsprechende Produkt in den Warenkorb, bestellt und wickelt die Zahlung ebenfalls über das Internet ab.

Der Zahlungsverkehr im E-Business bedarf keiner neuen Technologie. Die Konsumenten erfahren hier eine komfortable, flexible Auswahl an Zahlungsmöglichkeiten: wie Kreditkarte, Lastschrift, Pay Pal oder Sofortüberweisung. Wobei die Kreditkarte als einzige globalisierte Zahlungsmethode gilt. Alle anderen sind dem länderspezifischen Service angepasst. Das E-Payment-Verfahren etabliert sich immer mehr, das heißt, unser Smartphone erweist sich als universelles Werkzeug, um überall einkaufen und bezahlen zu können.


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