Die Höhle der Löwen (DHDL)

Die Höhle der Löwen (kurz auch DHDL) ist eine Unterhaltungsshow, bei der Unternehmensgründer ihre innovativen Produkte einer Reihe von erfolgreichen Unternehmern („Löwen“) präsentieren, welche dann im Anschluss in diese investieren, Unternehmensanteile erhalten und die Jungunternehmer mit ihrem Knowhow begleiten.


Das Format: Die Höhle der Löwen


Bevor Löwen die Höhle besetzten, waren es Tiger, die in Japan von 2001 bis 2004 die Grundlage für eine geschäftsbezogene Unterhaltungsshow lieferten. Anfang 2005 wurde dann das von Sony Pictures Television produzierte Format in seiner aktuellen Form erstmals in Großbritannien ausgestrahlt. Dragon’s Den war somit der (zweite) Start eines in knapp 30 Ländern vertretenen Franchises. Den Drachen folgten unter anderem dann amerikanische Haie (Shark Tank) im Jahr 2009 und nicht zuletzt auch die deutschen Löwen im August 2014.

Das Konzept gestaltet sich folgendermaßen: eine Reihe verschiedener Unternehmensgründer trauen sich mit einer innovativen Geschäftsidee in die Höhle und stellen („pitchen“) ihre Produkte den „Löwen“ vor. Die Löwen werden durch erfolgreiche und prominente Unternehmer verkörpert, die nun entscheiden können, ob sie in das ihnen vorgestellte Produkt investieren möchten.

Die Unternehmensgründer müssen also einen überzeugenden Vortag abliefern, in dem sie die Funktionsweise, Originalität und bisherigen Erfolge des Produktes präsentieren. Ebenfalls Teil ihrer Präsentation - die gewünschte Investitionssumme und der gewährte, vom Unternehmenswert abhängige Firmenanteil des Investors. Hier wird meist verhandelt und der Löwe bewirbt seinen Wert und seine Erfahrung. Nur wenn sich Löwe und Erfinder einig sind, kommt ein Deal zustande.

Die Höhle der Löwen wird von dem Fernsehsender VOX ausgestrahlt und verzeichnet aktuell eine Einschaltquote von 2,8 Millionen Zuschauern, welche die Innovationen dienstags um 20:15 Uhr unter die Lupe nehmen.

In den bisher sechs Staffeln wurden mehrere hundert Pitches gezeigt, weniger als tatsächlich aufgezeichnet. Auch wenn Die Höhle der Löwen nicht als Dauerwerbesendung gilt, ist sie darauf konzipiert, den Endverbraucher anzusprechen. Die Verkaufszahlen steigen meist nach der Ausstrahlung und die Produkte sind zeitgleich zum Ausstrahlungstermin in Supermärkten oder Online-Shops erhältlich.

Die Sendung zum Nachschauen auf TVNOW und weitere Hintergrundberichte finden Sie auf der offiziellen Homepage der Höhle der Löwen.


Wer sind die Löwen?


Löwen


Ob es Löwen, Drachen, Tiger oder Haie sind - die gewählten Begriffe sind nicht grundlos einschüchternd. Vor den nervösen Unternehmensgründern sitzen zum Zeitpunkt der Präsentation immer fünf weitaus erfahrenere Unternehmer mit Rang, Namen und einer Menge Geld. Sie haben das Wissen, den Einfluss und das Vermögen, dass sich die Jungunternehmer mit ihrem Produkt erhoffen.

Über die Jahre hat sich die Besetzung der Höhle etwas geändert. Zu den originalen Fünf gehören Frank Thelen, Judith Williams, Jochen Schweizer, Vural Öger und Lencke Steiner. Die letzteren Drei verließen die Show und wurden durch Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel, Dagmar Wöhrl, Georg Kofler und jüngst auch Nils Glagau ersetzt. So wirken insgesamt sieben Löwen an der Show mit, sodass sich die Besetzung von Pitch zu Pitch verändert und die Unternehmensgründer auf nur fünf Löwen treffen.



Frank Thelen


Frank Thelen ist einer der Urlöwen und hat das Investieren zu seinem Hauptgeschäft gemacht. Der Bonner studierte zuerst Informatik, brach dieses Studium aber ab, um sich seinem Unternehmen zu widmen.

Er ist Geschäftsführer der Freigeist Capital GmbH (früher e24 GmbH), eine Risikokapitalgesellschaft, die sich auf technologische Innovationen spezialisiert hat. Über dieses Unternehmen und durch Die Höhle der Löwen sucht Frank Thelen immer wieder nach neuen Investitionsmöglichkeiten.

Thelen ist einer der erfolgreichsten europäischen Seriengründer und Investoren. Mit den Produkten aus über 20 mitgegründeten Start-ups erreicht er in über 60 Ländern mehr als 100 Millionen Kunden. Durch die zahlreichen Gründungen (und auch Niederlagen) besitzt er Wissen und Netzwerk, um Jungunternehmern zum Erfolg zu verhelfen.


Judith Williams


Judith Williams ist die Urlöwin der Höhle. Die in Deutschland geborene Amerikanerin startete ihre Karriere zunächst in einem ganz anderen Bereich – Gesang. Doch aus gesundheitlichen Gründen ließ sich dieser Weg nicht weiterverfolgen. Mitte der 90er Jahre musste Williams ihre Sopranisten-Karriere abbrechen und entdeckte im Anschluss bei einem Aushilfsjob ihr Verkaufstalent.

2007 gründete sie dann Judith Williams Cosmetics, die erfolgreichste Marke im europäischen Homeshopping. Seit 2009 ist ihre Kosmetiklinie auch bei QVC in London vertreten und 2010 eröffnete sie in München ein Schönheitsinstitut. Williams war die erste TV-Unternehmerin, die es – in Zusammenarbeit mit dm-Drogeriemarkt -schaffte, ihre Kosmetiklinie in den internationalen Einzel- und Großhandel zu expandieren.

Sie investierte schon früh in eigene Institute und pflegt zahlreiche internationale Partnerschaften, die sie mit hochqualitativen Erzeugnissen versorgen. Ihr Team stellt somit alles im Bereich der Kosmetik her, Bio- und Hightechprodukte, dekorative Kosmetik und Parfums. Produktqualität ist für Judith Williams von höchster Priorität, sowie Nachhaltigkeit und ein stabiler Markenaufbau. Gemeinsam mit Georg Kofler gründete sie 2014 die Glow Media Group, um die Investments aus der Show zu betreuen.


Carsten Maschmeyer


Seit der dritten Staffel ist Carsten Maschmeyer mit von der Partie. Der Investor zählt nicht nur zu den bekanntesten deutschen Wirtschaftspersönlichkeiten, sondern auch zu den wohlhabendsten. Aufgewachsen ist Carsten Maschmeyer in einfachen Verhältnissen, doch seine Umstände änderten sich, als er für Vertrieb und Finanzberatung sein Medizinstudium aufgab.

Zunächst arbeitete Maschmeyer für die OVB Vermögensberatung AG und stieg dort in kürzester Zeit zum Landesdirektor auf. 1987 stieg er beim Allgemeinen Wirtschaftsdienst (AWD) ein, übernahm die Leitung und verhalf dem AWD zu einer Expansion in zehn Länder. 20 Jahre später verkaufte er das Unternehmen für fast zwei Milliarden Franken an den größten Schweizer Lebensversicherer Swiss Life.

2011 gründete er die Maschmeyer Group - ein Unternehmen, dass all seine verschiedenen Tätigkeiten vereint, seien es Investitionen, Beratungstätigkeiten oder Gemeinschaftsunternehmen. Für Die Höhle der Löwen erschuf Carsten Maschmeyer den Frühphasenfinanzierer seed +speed, um Start-ups mit Knowhow und Finanzen zu unterstützen. Des Weiteren ist er Bestsellerautor der Bücher Selfmade und Die Millionärsformel – Der Weg zur finanziellen Freiheit.


Ralf Dümmel


Ebenfalls seit der dritten Staffel ein Löwe – Ralf Dümmel. Er hat bis jetzt die meisten Deals gemacht, allein in seiner ersten Staffel investierte er insgesamt über drei Millionen Euro in 22 verschiedene Unternehmen.

1988 begann Ralf Dümmel als Verkaufsassistent für die Handelsgesellschaft DS-Produkte zu arbeiten und übernahm in den folgenden Jahren immer mehr Verantwortung. 1996 wurde er Gesellschafter und im Jahr 2000 dann Geschäftsführer. Unter seiner Führung wurde die Handelsgesellschaft zum größten europäischen Entwickler und Lieferanten für Haushalts-, Beauty-, Fitness-, Outdoor und Reinigungsprodukten.

Mit Dümmels langjähriger Erfahrung mit dem Handelswesen, das daraus entstandene Netzwerk und als erfolgreicher Geschäftsführer, kann er nun durch Die Höhle der Löwen weitere Geschäftsgründer unterstützen und die Produkte entsprechend vertreiben.


Dagmar Wöhrl


Seit der vierten Staffel Die Höhle der Löwen ist auch Dagmar Wöhrl eine Löwin, die als Nachfolgerin für Jochen Schweizer eingesetzt wurde. Nach ihrem Jurastudium begann sie 1987 als Rechtsanwältin und parallel als Unternehmerin tätig zu sein.

Von 1990 bis 1994 war sie Stadträtin in Nürnberg mit den Schwerpunkten Wirtschaft, Recht und Stadtentwicklung. Von 1994 bis 2017 war Wöhrl CSU-Bundestagsabgeordnete. Des Weiteren arbeitete sie von 2005 bis 2009 als parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie.

Neben ihrer politischen Karriere und wirtschaftspolitischen Erfahrung, kann Dagmar Wöhrl auch als Unternehmerin einiges an Erfahrung vorweisen. Sie ist Gesellschafterin der MiDa Parkverwaltungs- und Werbegesellschaft GmbH und geschäftsführende Gesellschafterin und Gründerin der DGWöhrl Consulting GmbH, wo sie diverse Unternehmen bei der Analyse politischer Entwicklungen und bei der Planung entsprechender unternehmerischer Strategien unterstützt.


Georg Kofler


Georg Kofler betritt seit der vierten Staffel nun auch regelmäßig die Höhle. Er studierte Publizistik und Kommunikationswissenschaften in Wien und promovierte 1983. Kurz darauf begann seine Karriere in der Medienindustrie als Referent beim Österreichischen Rundfunk.

Von 1988 bis 2000 war Georg Kofler erst Geschäftsführer und später Vorstandsvorsitzender beim Fernsehsender ProSieben, welchen er auch an die Börse brachte. Danach war er zwei Jahre lang Vorstandsvorsitzender bei H.O.T. Networks AG und führte den Sender als ersten Teleshopping-Sender mit dem Namen HSE24 in den deutschen Markt ein. Bis 2007 war Kofler Vorstandsvorsitzender des Fernsehsenders Premiere.

Kofler gründete eine Beteiligungsgruppe für Industrieunternehmen. Sein Interesse lag bei Energieeffizienz, weshalb er 2009 Kofler Energies ins Leben rief. Gemeinsam mit Judith Williams gründete er 2014 die Glow Media Group, um ihre Investments aus der Show zu betreuen. Eine weitere Gelegenheit nach Investitionsmöglichkeiten zu suchen: die Social Chain Group GmbH, ein Unternehmen, dass Social Marketing und ECommerce vereint. Kofler ist Vorsitzender und Hauptaktionär des Unternehmens.


Nils Glagau


Ganz frisch mit dabei – Nils Glagau. Der Neuzugang studierte Ethnologie mit Schwerpunkt Alt-Amerikanistik an der Universität Bonn und schloss mit dem Magister ab. Den ethnologischen Forschungen ging er vor allem in Mittelamerika, Tibet und Nepal nach.

Sein Vater, Kristian Glagau, gründete 1991 die Orthomol Holding GmbH, ein auf Nahrungsergänzungsmittel spezialisiertes Unternehmen. Von Beginn an ist Nils Glagau Teil der Mission. Er unterstützte seinen Vater sowohl im Innen- als auch Außendienst und besaß somit die besten Voraussetzungen, um die Leitung des Unternehmens 2009, nach dem Tod seines Vaters, zu übernehmen.

Glagaus Führung zeigt sich als erfolgreich. Heute erreicht Orthomol knapp 100 Millionen Euro Umsatz. Um die Bereiche Ernährung und Gesundheit stärker zu fördern, möchte Nils Glagau in entsprechende Start-ups investieren.


Erfolgsgeschichten


Waterdrop

Dieses Unternehmen ist mit an der Spitze aller bei Die Höhle der Löwen abschlossenen Deals. Waterdrop stellt zuckerfreie Microdrinks her, kleine Würfel, deren Geschmacksrichtung und Nährstoffe sich bei der Zugabe von Wasser entfalten. Dagmar Wöhrl investierte und das Unternehmen übertraf alle Erwartungen. Diese nachhaltige Lösung für das Umgehen von Plastikflaschen ist in über 2500 Märkten zu finden und soll 2019 voraussichtlich 20 Millionen Euro Umsatz einbringen.

Smartsleep

Ein weiteres erfolgreiches Unternehmen, was sich in die Höhle traute. Smartsleep verkauft eine Kautabletten- und Trinkampullenkombination, welche dem Verwender zu besserem Schlaf und mehr Energie über den Tag verhelfen zu soll. Die Inhaltsstoffe setzen sich ausschließlich aus natürlichen Nährstoffen und Mineralstoffen zusammen. Hier schlugen Carsten Maschmeyer und Ralf Dümmel zu. Das Unternehmen erreichte in kürzester Zeit einen Umsatz von 6 Millionen Euro.

Little Lunch

Little Lunch ist nicht nur die bekannteste Marke aus Die Höhle der Löwen, sondern auch die Marke, welche die meisten Auszeichnungen erhielt. Das Unternehmen bietet eine gesündere und nachhaltigere Alternative zu herkömmlichen Tütensuppen. Judith Williams ist besonders stolz auf diese Investition und auf den langfristig hergestellten Markenwert. Der voraussichtliche Umsatz für das Jahr 2019 liegt bei 14 Millionen Euro.

ArtNightGeorg

Georg Koflers erster Deal erwies sich auch als sein bisher erfolgreichster. ArtNight bietet Kunden die Möglichkeit unterhaltsame Abende gemeinsam und lokal zu erleben. Bei diesem Konzept können verschiedenste Menschen zusammen malen, aber auch zusammen Cocktails mixen (ShakeNight), backen (BakeNight) und Pflanzen-Dekoration basteln (PlantNight). Das Geschäftsmodell kam ursprünglich als PaintNite aus den USA, wo es ungefähr 70 Millionen Dollar Umsatz gemacht haben soll. Das Modell ist nun auf dem besten Weg auch Deutschland zu erobern.

Y Food

In dieses Unternehmen investierte Frank Thelen und bezeichnete es als das am schnellsten wachsenden Start-up der Showgeschichte. Y Food produziert gesunde, ausgewogene und nachhaltige Drinks, Pulver und Riegel, die durch ihr Reichtum an Nährstoffen eine vollwertige Mahlzeit ersetzen können. 2019 wird ein Umsatz von 15 Millionen Euro erwartet.


Bedeutung der Show für die deutsche Start-up-Szene und Wirtschaft


Wenn Die Höhle der Löwen (DHDL) eines geschafft hat, dann die Start-up-Szene in den öffentlichen Fokus zu rücken. Mit durchschnittlich knapp drei Millionen Zuschauern pro Folge erreicht die Show eine breite Masse an Verbrauchern, aber auch an Köpfen. Köpfe, die inspiriert und ermutigt werden, ihre eigenen Ideen umzusetzen. Vor allem jedoch Köpfe, die nun ein Verständnis für die Start-up-Szene entwickeln können.

Auch wenn Die Höhle der Löwen offiziell keine Dauerwerbesendung ist, fungiert sie teils als solche. Die vorgestellten Produkte und Geschäftsideen werden in den höchsten Tönen beworben, zeitgleich zur Ausstrahlung auf den Markt für die Zuschauer zugänglich gemacht und die Verkaufszahlen schießen in die Höhe. Und – Nachfrage steuert den Markt. Mit zunehmendem Interesse an Umweltfreundlichkeit, Gesundheit und Nachhaltigkeit, steigt auch die Anzahl der erfolgreichen Pitches, die eben diese Dinge verkörpern. Das Angebot solcher Produkte steuert wiederum die Nachfrage. Die Höhle der Löwen bildet somit ein Zahnrad in der Maschine des deutschen Marktes.

Die Start-up-Szene wurde deutschen Zuschauern durch Die Höhle der Löwen nähergebracht. Der Gründergedanke ist besonders im englischsprachigen Raum, sei es der britische Ursprung mit Dragon’s Den oder der berühmte American Dream, allgegenwärtig. Dort herrscht ein anderes „Gesellschaftliches Innovationsklima“. Die Menschen sind risikobereiter und Fehler und Versagen werden weniger stigmatisiert als im deutschsprachigen Raum. Die Amerikaner würden lieber etwas versuchen und scheitern, statt es nie zu versuchen.

Das Potenzial ist in Deutschland vorhanden, da sind sich auch die Löwen einig. 41% der Deutschen würden die Selbstständigkeit sogar bevorzugen. Doch die Mehrheit möchte keine Risiken eingehen und ist dem Gründergedanken gegenüber skeptisch. Die Übernahme des Show-Konzepts passierte in Deutschland erst knapp 10 Jahre nach Beginn von Dragon’s Den, und nachdem erst einmal 20 andere Länder es vorher übernahmen. Ein weiteres Sinnbild für die deutsche Skepsis und Vorsicht.

Doch das versucht Die Höhle der Löwen jetzt zu ändern. Und offenbar mit Erfolg. Die Zuschauerquoten lassen sich sehen: drei Millionen Deutsche verfolgen die erfolgreichen und weniger erfolgreichen Pitches. Eine Geschäftsidee zu haben, ein Unternehmen zu gründen und für all das die Sicherheit verlassen, wird durch die Show normalisiert.

Normalisiert wird auch noch etwas anderes – Scheitern. Viele der Pitches bekommen keine Deals und man hört von einem großen Teil der Unternehmen, dass sie nach der Show dennoch erfolgreich wurden. Die Show möchte den Deutschen inspirieren, sich aus seiner Komfortzone zu bewegen. Sie möchte zeigen, dass wirtschaftlicher Erfolg eine Frage der eigenen Motivation ist und nicht von der Häufigkeit des Scheiterns abhängt.


Kritik und Kontroverse


Obwohl Die Höhle der Löwen zahlreiche Erfolgsgeschichten vorzuweisen hat, geriet die Unterhaltungsshow auch mehrfach in die Kritik. Den Jungunternehmern wird zum Beispiel vorgeworfen, nur für die Publizität teilzunehmen. Viele sollen so unrealistisch hohe Investitionssummen und geringe Firmenanteile für die Löwen ansetzen, dass ohnehin kein Deal zustande käme. Diese Unternehmensgründer haben dann meist schon Investoren oder bekommen kurz nach der Sendung Angebote. Ein Grund dafür ist auch, dass sich die Gründer keinen ausreichenden Beistand durch den Löwen vorstellen können, da dieser mit so vielen Projekten gleichzeitig beschäftigt wäre.

Die Löwen werden für zahlreiche geplatzte Deals kritisiert. Von 35 abgeschlossenen Deals in der ersten und zweiten Staffel sind 26 nach der Show gescheitert. VOX gab an, dass das an mangelnden Informationen oder Unwahrheiten vonseiten der Unternehmensgründer lag. Deals sind auch gescheitert, weil sich Löwe und Jungunternehmer letztendlich doch nicht einig wurden, ein Konkurrenzunternehmen entdeckt wurde oder bei gemeinsamen Investitionen ein Löwe ausstieg.

Die Show soll auch die Realität der Gründerszene verzerren und nicht die Wirklichkeit eines Pitches widerspiegeln. Auch wenn eindeutig kein Interesse bei den Löwen besteht, stellen sie wunderliche Fragen, welche die Show in die Länge ziehen und so Material liefern. Viele Start-ups möchten ihre Geschäftsideen nicht in der Show präsentieren, da die Konditionen der Deals nicht attraktiv genug seien und es nur um TV-Unterhaltung ginge.


Andere Höhlen: die Show weltweit


„Shark Tank Effect“ und „Dragon’s Den Economy“ sind Begrifflichkeiten, welche die Auswirkung des Showkonzeptes auch in anderen Ländern verdeutlichen. Dass der Auftritt eines Unternehmensgründers bei der Show meistens reicht, um das Unternehmen voran zu bringen, zeigt sich auch in anderen Staaten.

Das Weltwirtschaftsforum betrachtet Unternehmertum und Start-up-Szene als die Hauptfaktoren für zukünftigen wirtschaftlichen Wohlstand und das Schaffen von Arbeitsplätzen. Kein Wunder, dass ein Showformat, welches eben genau das in den Vordergrund rückt, im Sturm die Welt eroberte. In fast 30 Ländern ist das Konzept vertreten. Unabhängig davon, ob es sich nun um Haie, Tiger, Löwen oder Drachen handelt, existiert ein gemeinsames Ziel: die eigenen Landsleute inspirieren.

Inspiration wird sich zeigen – Interesse hat es schon. Beispielsweise lagen die Einschaltquoten bei der afghanischen Version bei sieben Millionen Zuschauern und bei der ägyptischen Version waren es 4 Millionen. In Polen lag das größte Investment bei umgerechnet bei fast fünf Millionen Euro. Noch kommen sehr viele Start-ups aus den USA. Ob sich das dank Der Höhle der Löwen oder ihrer Verwandten ändern wird, bleibt abzuwarten.


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